Rückblick 2026
24. brenet Status-Seminar

Gebäude im Energiesystem Schweiz – Vom Verbraucher zum Prosumer
Über 70 Teilnehmende aus Forschung, Wirtschaft, Energieversorgung, Verwaltung und Planung kamen am 20. August 2026 in Rotkreuz zusammen. Im Mittelpunkt stand die Rolle von Gebäuden in einem zunehmend dezentralen und erneuerbaren Energiesystem: Gebäude verbrauchen Energie, produzieren aber auch selbst Strom und Wärme, können Energie speichern und ihren Verbrauch zeitlich steuern. Damit entwickeln sie sich vom reinen Verbraucher zum Prosumer – und können zur Entlastung der Netze und zur besseren Nutzung erneuerbarer Energien beitragen.
Höhepunkte der Tagung
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Gebäude im Zusammenspiel mit dem Stromnetz: Photovoltaik, Elektromobilität und Wärmepumpen verändern die Anforderungen an die Verteilnetze. Die Beiträge zeigten, wie intelligente Steuerungen, dynamische Tarife und Energiemanagementsysteme dabei helfen können, Strom dann zu nutzen, wenn er verfügbar ist, Lastspitzen zu reduzieren und bestehende Netze effizienter auszulasten.
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Flexibilität durch Erzeugung, Speicherung und Steuerung: Gebäude können Energie nicht nur erzeugen, sondern ihren Bezug und ihre Einspeisung teilweise zeitlich verschieben. Wärmepumpen, Batteriespeicher, thermische Speicher, Gebäudeautomation und Elektrofahrzeuge bieten dafür unterschiedliche Möglichkeiten. Entscheidend ist, diese Komponenten sinnvoll aufeinander abzustimmen und unter realen Bedingungen zuverlässig zu betreiben.
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Vom Einzelgebäude zum Quartier: Lokale Elektrizitätsgemeinschaften, gemeinsam genutzte Energiesysteme sowie Wärme- und Kältenetze erweitern den Blick über das einzelne Gebäude hinaus. Die vorgestellten Projekte machten deutlich, wie Gebäude, Areale, Quartiere und Energieversorgungsnetze künftig stärker zusammenspielen können.
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Breite der angewandten Forschung: Mehr als 20 Referierende präsentierten aktuelle Arbeiten zu Lastanalysen, Wärmepumpen, Gebäudeautomation, saisonalen und thermischen Speichern, Fassaden-Photovoltaik, lokalen Elektrizitätsgemeinschaften sowie Wärme- und Kältenetzen. Viele der entwickelten Lösungen werden bereits in Pilot- und Demonstrationsprojekten erprobt.
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Von der technischen Lösung in die breite Anwendung: Forschungs- und Umsetzungsbedarf besteht insbesondere beim Monitoring, bei standardisierten Schnittstellen, bei der Erprobung im realen Betrieb und bei tragfähigen Geschäftsmodellen. Die Fachhochschulen unterstützen diesen Weg mit Analysen, Simulationen, Labortests und Pilotprojekten sowie mit dem Transfer der Erkenntnisse in wirtschaftlich umsetzbare Lösungen für Gebäude und Quartiere.
Austausch zwischen Forschung und Praxis
Keynotes, Fachbeiträge und moderierte Kooperationsforen boten Raum für unterschiedliche Perspektiven und neue Kontakte. Der direkte Austausch machte deutlich: Damit Gebäude ihre Rolle im Energiesystem übernehmen können, braucht es neben technologischen Lösungen auch praxistaugliche Geschäftsmodelle, klare Rahmenbedingungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Forschung, Industrie, Energieversorgung und öffentlicher Hand.
Dank an alle Beteiligten
Unser herzlicher Dank gilt allen Referierenden, Moderierenden und Teilnehmenden sowie dem Programm Committee, dem brenet Vorstand, den brenet Mitgliedsinstituten und dem Organisationsteam. Der Hochschule Luzern danken wir für die Gastfreundschaft auf dem Campus Zug-Rotkreuz.
Die Tagung wurde vom Bundesamt für Energie BFE unterstützt – vielen Dank. Ebenso danken wir Siemens, ABB, Solarmarkt und Belimo für ihr Engagement als Partner. Ebenso danken wir unseren Kommunikationspartnern SWKI, energie-cluster.ch, EN Bau.
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Fotocredits: @brenet | Fotos: Daniel Dyntar Photography
























